Hinter dem Projekt
Hi, mein Name ist Isabel
Meine therapeutische Arbeit hat mich über die Jahre mit Menschen in Berührung gebracht, die Zwangskontrolle, psychische Gewalt, Manipulation und andere Formen von Trauma erlebt haben – und jetzt versuchen, Sinn aus dem Erlebten und Überlebten zu machen.
Meine Einsicht ins englische Rechtssystem, das Zwangskontrolle seit zehn Jahren als Straftatbestand verfolgt, hat mir auch aufgezeigt, welche Lücken es in Deutschland gibt – und was es für einen Unterschied für Opfer machen kann, wenn sie Gerechtigkeit und Anerkennung durch staatliche Stellen erfahren können.
Auch in Großbritannien ist die Lage für Opfer von Zwangskontrolle (coercive control) nicht optimal – die Beweisführung ist schwierig –, aber Beratungsstellen und Anlaufpunkte bei Polizei und Opferhilfe helfen Menschen, sich in ihrer Angst und ihren Erlebnissen ernst genommen zu fühlen.
Ich will mit diesem Projekt eine erste Anlaufstelle bieten, die Betroffenen Unterstützung, Aufklärung und Beistand anbietet, Angehörigen erklärt, was mit ihren Lieben geschehen ist, und eine Gesetzesänderung anstößt – mithilfe unserer Petition. Besonders für Menschen, die sich in Zwangskontrolle innerhalb von Gruppen, Sekten, Verschwörungstheorien, Kulten etc. wiedergefunden haben, soll diese Initiative einen Anlaufpunkt darstellen.
Zudem bin ich als Akademikerin auch Mitglied von ICSA (International Cultic Studies Association), dem globalen Kompetenznetzwerk für alle Themen rund um Zwangskontrolle in Kulten, Sekten und Verschwörungs-Theorie-Gruppen.
Unser Angebot richtet sich an Menschen, die Zwangskontrolle (coercive control) manipulative Gruppenstrukturen oder andere Formen psychischer und sozialer Kontrolle erlebt haben. Im Mittelpunkt stehen Stabilisierung, Orientierung und Unterstützung beim Aufbau von Autonomie, Identität und einem selbstbestimmten Leben. Die Unterstützung erfolgt im Rahmen der Opferhilfe und stellt kein Angebot zur Diagnostik oder Behandlung psychischer Erkrankungen dar.
